Der Öl-Fluss aus den Golfstaaten gerät als Folge des eskalierenden Iran-Krieges immer mehr ins Stocken. Auch die Briten müssen sich auf Rationierungen einstellen, nachdem Slowenien als erstes Land in der Europäischen Union bereits ein Rationierungssystem eingeführt hat.
Seit dem 22. März gilt in Slowenien: Autofahrer dürfen maximal 50 Liter Kraftstoff pro Tag tanken. Unternehmen und Landwirte erhalten ein Tageslimit von 200 Litern. Wie die Einhaltung der Höchstmengen kontrolliert werden soll, war zunächst unklar. Eine Möglichkeit wäre eine Art „Spritpass“, der künftig beim Tanken vorgelegt werden muss.
Auch in Großbritannien erwägt die Regierung laut Medienberichten jetzt ein Limit an der Zapfsäule einzuführen. Man wolle sich damit auf einen möglichen Versorgungsengpass vorbereiten, hieß es in London. Offizielle Notfallkonzepte wie der „National Emergency Plan for Fuel“ sehen unter anderem eine Begrenzung der Kraftstoffabgabe und ein mögliches Tempolimit von 50 Meilen pro Stunde (ca. 80 km/h) vor.
Bis Ende April könnte auch in Deutschland der Sprit knapp werden, hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) dieser Tage gewarnt. Zunächst tritt am 1. April die sogenannte „12 Uhr-Regel“ an deutschen Tankstellen in Kraft. Ziel der umstrittenen Maßnahme (maximal eine Preiserhöhung täglich) ist mehr Transparenz. Experten befürchten, dass die Mineralölkonzerne die Regelung durch noch höhere Preisaufschläge schon im Vorfeld unterlaufen.