SPD-Führungsstreit eskaliert: Juso-Chef stellt Parteichefs offen in Frage

Die nach dem Wahldebakel in Rheinland-Pfalz offen ausgebrochene Führungsdiskussion in der SPD weitet sich aus: Nach der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf heizt jetzt auch Juso-Chef Türmer die Führungsdiskussion in Partei weiter an. Er stellt das Parteivorsitzenden-Duo Bärbel Bas/Lars Klingbeil offen in Frage. Die Sitzungen der von ihnen geleiteten Parteigremien kritisiert er zugleich als „sinnlose Beschäftigungstherapie“.

So wie jetzt könne es nicht weitergehen – „mit diesem Kurs marschieren wir in den Abgrund“, sagte Türmer dem „Spiegel“. Die Doppelrolle der Parteivorsitzenden, die zugleich Minister (Arbeit/Finanzen) sind, „funktioniert überhaupt nicht“. Beide müssten aus Sicht des Parteinachwuchses die Frage beantworten, „was sie anders machen wollen, oder ob sie ihre Positionen zur Verfügung stellen“, sagte der Juso-Chef. Der SPD-Nachwuchs (offiziell: „Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten“) stellt 12 Prozent aller Genossen.

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