Autofahrer-Wut an der Zapfsäule: Auch Tankstellen-Pächter sind die Gelackmeierten!

Die Spritpreise galoppieren. In den ersten asiatischen Ländern wird der Treibstoff bereits rationiert. Demnächst auch in Deutschland?

Nicht nur die Autofahrer sind wütend, auch die Tankstellenbesitzer bzw. Pächter trifft der eskalierende Iran-Krieg hart. Sie verdienen nämlich entgegen landläufiger Meinung nicht an der Preisexplosion – ganz im Gegenteil, ihnen gehen wichtige Umsatztreiber verloren.

„Die Kunden denken wirklich, wir hätten einen geheimen Knopf unter dem Tresen und würden die Preise willkürlich und mit Absicht verändern“, sagte eine Kassiererin bei einer Umfrage der „Bild“-Zeitung. Die Kunden hätten sich angepasst, heißt es anderswo. Bedeutet: Es wird an Extras gespart – etwa am Kaffee, der Bockwurst, an Zigaretten, an Snacks oder an der Autowäsche.

Ein Pächter berichtet, es werde nur noch halb so viel getankt wie vor Beginn des Iran-Kriegs. Viele stellen private Fahrten fast komplett ein und verzichten auf kleinere Reparaturen, wie sie Tankstellen oft als Extraservice anbieten.

Vor allem aber der Verzicht auf Snacks und Autowäschen trifft die Pächter hart.

Klar ist aber auch: Wenn teilweise nur halb so viel getankt wird wie sonst, geht nicht nur den Tankstellen ihr ohnedies  geringer Umsatzanteil von ein bis zwei Cent pro Liter Benzin oder Diesel zur Hälfte verloren; unterm Strich ist dann auch der Staat der Dumme, weil ihm massiv Steuereinnahmen wegbrechen. Das wäre sogar zusätzlich ein Argument, die Spritsteuern zu senken, wie es Italien und Österreich vormachen.

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