CSU widerspricht CDU-Kanzler Merz: Atomausstieg nicht irreversibel

Man reibt sich verwundert die Augen: Die Söder-CSU, die den Atomausstieg aktiv mitgetragen und politisch forciert hat, fordert eine Neubewertung der Kernenergie. CSU-Generalsekretär Martin Huber widerspricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der den Atomausstieg als „irreversibel“ bezeichnet hat.

„Es geht um neue Technologien, mit denen viel möglich ist. Wir sollten auf Innovationen setzen“, echote Huber, ganz die Stimme seines Herrn, in einem Interview mit den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (u.a. „Passauer Neue Presse“, „Mittelbayerische Zeitung“). Der CSU-Politiker betonte, dass Energie die „Lebensader einer Industrienation“ sei. Eine Lösung könne in sogenannten Small Modular Reactors (SMRs) liegen – kleinen, modular gebauten Mini-Reaktoren.

Auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder befürwortet gewohnt schmeidig ein Comeback der Kernenergie. Zur Erinnerung: 2011 nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hatte der zwischenzeitlich ergrünte Söder am lautesten „Atomkraft, Nein danke!“ gerufen.

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