Die Empörung über den Krisen-Totalversager Johann Wadephul (CDU) reißt nicht ab. Jetzt korrigiert der Minister der äußersten Unfähigkeit seine gleichermaßen skandalösen wie unzutreffenden Äußerungen bezüglich der amtlichen Reisewarnungen für den Nahen Osten.
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen seit dem Wochenende Zehntausende Menschen fest, die in den Golfstaaten Urlaub machen oder geschäftlich in der Region unterwegs sind. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen vor Anker.
Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies „eine einigermaßen verlässliche Größe“.
Die Bundesregierung, die bis zuletzt Afghanen im Wochentakt einfliegen ließ, will nun nach tagelanger Untätigkeit doch erste Evakuierungsflüge organisieren. Vorangegangen war ein an Erbärmlichkeit nicht zu überbietender Auftritt von Bundesaußenminister Johann Wadephul im ZDF.
Am Montagabend erklärte er, das Auswärtige Amt habe schon länger vor Reisen in die Golfregion gewarnt – die Menschen seien also selbst schuld, wenn sie jetzt festsitzen würden. Wadephul sagte dies trotz Widerspruchs von Moderatorin Marietta Slomka (Heute Journal).
Jetzt, einen Tag später, spricht Wadephul von einem Irrtum und korrigierte sich: „Ich bedaure den Irrtum im @heutejournal gestern“, schrieb der CDU-Politiker auf X. Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten bestehe in der Tat erst seit dem 28. Februar.
Der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Sebastian Münzenmaier, kann über so viel Unfähigkeit nur den Kopf schütteln: „Die Bundesregierung versagt in der Krise, lässt deutsche Staatsbürger eiskalt im Stich.“