Die Bundespolizei ist an den deutschen Bahnhöfen und Flughäfen angesichts des eskalierenden Nahost-Krieges in erhöhter Alarmbereitschaft. „Gerade im Bereich der Bahnhöfe und Flughäfen gilt die erhöhte Bereitschaft“, bestätigte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf. Er verwies darauf, dass es sich um kritische Infrastruktur handele. Roßkopf warnte: „Niemand kann im Moment exakt bewerten, ob eventuell sogenannte Schläfer aktiv werden.“
Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, rechnet mit einer „gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland“. Er sagte der Funke Mediengruppe, es sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen werde.
452 islamistische Schläfer
Auch der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste, Marc Henrichmann (CDU), warnte vor möglichen Anschlägen iranischer Terrorzellen in Europa. Vergeltungsmaßnahmen seien nicht auszuschließen, das iranische Regime befinde sich „im Überlebenskampf“.
Anfang 2026 wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) 452 islamistische Gefährder allein in Deutschland gezählt. Als solche gelten Personen, bei denen die Polizei davon ausgeht, dass sie politisch motivierte schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen begehen könnten.