Nach dem plötzlichen und unerwarteten Ableben von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger in einem Berliner Hotelzimmer schießen im Netz die Spekulationen ins Kraut: Warum wird die genaue Todesursache bisher nicht mitgeteilt? Das angeblich ermittlungstaktische Schweigen der Behörden nach der Obduktion des Leichnams wirft Fragen auf.
Nach der am Donnerstag (5.November) durchgeführten Obduktion des Leichnams teilte die Berliner Staatsanwaltschaft lediglich mit, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder ein Verbrechen gebe. Auch ein Suizid könne nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. Dennoch bleibt die exakte Todesursache unklar.
Die Behörden gaben an, dass weitere feingewebliche und toxikologische Laboruntersuchungen ausstehen.
Die Staatsanwaltschaft verweigerte aus „ermittlungstaktischen Gründen“ und mit Verweis auf den Schutz der Privatsphäre außerdem genaue Angaben zum Auffinden des FW-Chefs, der tot auf seinem Hotelbett gelegen haben soll. Bekannt ist lediglich, dass Aiwanger zuvor einen Termin wegen plötzlicher gesundheitlicher Beschwerden – die Rede war von Magen-Darm-Problemen und einem Infekt – abgesagt hatte.
In den sozialen Netzwerken kursieren derweil allerlei Spekulationen. Tenor: „Kein Fremdverschulden“ reiche als Erklärung nicht aus. Manche User ziehen bereits Parallelen zum mysteriösen Tod des CDU-Politikers und früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel, der in Waffengeschäfte verstrickt gewesen sein soll. Barschel wurde vor 39 Jahren in der Badewanne seines Genfer Hotelzimmers tot aufgefunden. Die offizielle Selbstmord-Version hatte die Familie unter Verweis auf ein von ihr in Auftrag gegebenes Experten-Gutachten massiv angezweifelt.