Die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen überhäuft Musiker Herbert Grönemeyer mit staatlichen Ehren: Der 70-jährige Sänger erhält den mit 25.000 Euro dotierten Kunstpreis des Landes NRW für das Jahr 2026. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und seine Kulturministerin Ina Brandes (CDU) lobten Grönemeyer in höchsten Tönen für seine Lieder und seine Verbundenheit mit dem Ruhrgebiet. Neben Klassikern wie seiner Hymne „Bochum“ hob die Landespolitik explizit auch Grönemeyers politisches Wirken hervor und feierte dessen stetigen Einsatz für den staatlich verordneten „Zusammenhalt“.
Die Verleihung des Preises durch die Spitze der NRW-Landesregierung soll am 17. November in Düsseldorf über die Bühne gehen. Auf der Liste der weiteren Preisträger finden sich zudem Akteure der Postkolonialismus- und Identitätsszene sowie Performative aus dem Kollektiv-Umfeld, womit sich die Auszeichnung nahtlos in die etablierte Kulturförderung des Landes einreiht. Grönemeyer, der sich seit Jahren immer wieder öffentlich gegen rechte Strömungen und die politische Opposition positioniert, reiht sich damit in die Riege früherer Preisträger wie Helge Schneider und Ralf Rothmann ein.