Unter dem Vorwand des Anti-Geldwäsche-Kampfes plant das Bundesfinanzministerium unter Lars Klingbeil (SPD) einen massiven Zugriff auf die Daten und Finanzen der Bürger. Wie aus einem vertraulichen Gesetzentwurf hervorgeht, sollen Ermittlungsbehörden künftig die Befugnis erhalten, verdächtige Bankkonten sowie Schließfächer im Eiltempo spürbar einzuschränken oder gar komplett zu sperren. Zudem sieht der Entwurf die Schaffung einer zentralen Immobilien-Datenbank vor, die ab Juli 2029 sämtliche Eigentumsverhältnisse, Kaufpreise und Vermögensstrukturen lückenlos elektronisch erfassen und staatlichen Stellen auf Knopfdruck bereitstellen soll.
Auch das Finanzsystem wird weiter unter staatliche Kontrolle gestellt: Durch eine geplante Ausweitung des Kontenabrufs geraten künftig auch Kryptowährungen sowie sogenannte virtuelle IBAN-Nummern ins Visier der Behörden, während eine flächendeckende EU-Vernetzung der Kontenregister vorangetrieben wird. Für die Wirtschaft bringt das Maßnahmenpaket bürokratische Hürden, verschärfte Vor-Ort-Prüfungen für Unternehmen sowie Bußgelder zur Durchsetzung eines Bargeld-Deckels von 10.000 Euro bei Gewerbegeschäften mit sich.