In der absurden Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren wartete die Linke mit echter Fachkompetenz auf: Als „Experte“ für die Anhörung im Justizausschuss des Thüringer Landtages, die medienwirksam im Plenarsaal des Parlaments inszeniert wurde, hatten die Kommunisten den Staatskomödianten und Systemclown Hape Kerkeling geladen. Der Thüringer AfD-Partei- und Fraktionschef Björn Höcke hat eine „Rezension“ zu diesem grotesken Schauspiel auf Facebook verfasst.
Björn Höcke schreibt, Kerkeling wisse natürlich, „wie man die Gefühle eines Publikums manipuliert. Darüber hinaus empfindet er sich als ‚Experte‘ für verfolgte Minderheiten, denn er flüchtete aus Berlin, weil es dort für Homosexuelle zu ungemütlich geworden ist.“
Der AfD-Politiker vermutet naheliegender Weise: „Das könnte etwas mit der großen Zahl von Zuwanderern zu tun haben, die aus Ländern stammen, in denen auf Homosexualität die Todesstrafe steht.“
Höcke wundert sich: „Wenn eine Partei genau das ändern und damit auch Menschen wie Hape Kerkeling in Deutschland ein friedliches Leben garantieren will, dann möchte er sie verbieten. Das I-Tüpfelchen der Absurdität: Er läßt sich dafür von jener Partei einladen, die in Berlin die Polizei abschaffen und noch mehr von jener Klientel einladen will, die in Homosexualität eine Todsünde sieht.“
Grundlage des Linken-Antrags war übrigens das bizarre Gefälligkeitsgutachten des Verfassungsschutzes für Ex-Innenminister Nancy Faeser (SPD) kurz vor deren Ausscheiden aus dem Amt. Diese fast ausschließlich auf das Internet gestützte „Expertise“ hat das Verwaltungsgericht in Köln bekanntlich einkassiert. „Daran ändert auch das gefühlige und die Realität verweigernde Geschwurbel von Kerkeling nichts“, stellt der Thüringer AfD-Chef fest.