Linksradikale Gruppen haben am Mittwochmorgen mit gezielten Blockade-Aktionen den Lehrbetrieb an mehreren deutschen Universitäten lahmgelegt. In Berlin, Hamburg und Leipzig versperrten Aktivisten die Zugänge zu den Hochschulgebäuden unter anderem mit Mülltonnen und Baustellenabsperrungen. Unter dem Vorwand, gegen Bildungsstreichungen, eine vermeintliche „Militarisierung“ sowie die geplante Wehrpflicht der Bundesregierung zu demonstrieren, schottete das extremistische Bündnis – darunter die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestufte Gruppierung „Waffen der Kritik“ – unter anderem das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin ab. Die Universitätsleitung reagierte nachgiebig und weicht auf digitale Lehrangebote aus.
Hinter dem Krawall-Protest steht eine aggressive Mobilisierung nach ausländischem Krawall-Vorbild: Die Beteiligten berufen sich explizit auf die jüngsten gewaltsamen Unruhen in Frankreich und fordern ihre Anhänger unverhohlen auf, dem Beispiel der französischen Straßenschlachten zu folgen („Kämpfen wie in Frankreich!“). Ziel der extremistischen Gruppen ist es, die Aktion als Auftakt für bundesweite Großprotesttage am 31. Oktober und Ende November zu nutzen, um den staatlichen Frieden weiter zu untergraben.