Brennende Schulen, Barrikaden und Einsatzfahrzeuge – Tränengas in den Straßen von Paris, Marseille und Lyon: In Frankreich eskalieren die anfänglichen Schüler-Unruhen zu einem bürgerkriegsähnlichen Flächenbrand! Im ganzen Land wütet inzwischen auch ein marodierender Mob aus Linksextremisten und Migranten. Angesichts der anarchischen Bilder fragen sich viele Deutsche: Wann fliegt uns der Laden um die Ohren?
Es sind beklemmende Eindrücke wie aus einem Endzeit-Schocker, die uns in diesen Tagen aus Frankreich erreichen:
Die Vorstädte (Banlieues) versinken im Chaos. Aus Schulgebäuden lodern Flammen, auf den Straßen brennen Autos, Einsatzfahrzeuge und Barrikaden. Beißender Tränengasrauch zieht durch den Funkenregen in den Wohnvierteln, während vermummte Linksextremisten und Migranten den schwer bewaffneten Einsatzkräften Straßenschlachten mit Böllern und Pyrotechnik liefern. Es hagelt Steine, Fensterscheiben bersten, dazu das penetrante Dauergeheul von Sirenen.
Was in der vergangenen Woche als Schüler-Protest im Großraum Paris gegen den harten Sparkurs der Regierung und die zerfallende Bildungsinfrastruktur begann, hat sich zu einem Flächenbrand ausgeweitet, der zunehmend außer Kontrolle gerät. Schnell griffen die Unruhen zu Wochenbeginn auf französische Großstädte wie Lille, Lyon, Straßburg, Dijon und Marseille über.
Zu den Schülerprotesten kam ein landesweiter Großstreik im öffentlichen Dienst. Die linksextremistische Szene und der migrantische Mob in den Ballungszentren sprangen sofort auf den Zug auf.
Zum Glück noch keine Toten
Die vorläufige Bilanz nach offiziellen Angaben des französischen Innenministeriums: Rund 2.000 Festnahmen und mehr als 300 verletzte Polizisten sowie 65 verletzte Lehrer. Tote gab es bisher zum Glück nicht. Der Sachschaden geht in die Millionen.
„C‘est la France!“, mag sich mancher hierzulande denken. Frankreich als frühere Kolonialmacht hat halt seine eigenen Probleme…
Die Lunte glimmt auch in Deutschland
Täuschen wir uns nicht: Das Pulverfass steht auch in den deutschen Ballungsräumen, wie unter anderem die jährlichen Silvester-Exzesse zeigen. Kreuzberg und Neukölln sind längst auch in Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München angekommen. Der Unterschied zu Frankreich: Bei uns glimmt die Lunte noch. Der große Knall hierzulande dürfte eine Frage der Zeit sein!
FAZIT: Frankreich ist ein Warnsignal. Die aktuellen Unruhen zeigen im Zeitraffer, wovor Helmut Schmidt (SPD) schon Anfang der 90er Jahre gewarnt hatte: „Aus Deutschland darf kein Einwanderungsland gemacht werden. Das erträgt die Gesellschaft nicht. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.“