Der Berliner Arzt und Systemkritiker Paul Brandenburg wurde, wie erst jetzt bekannt wird, am Mittwoch (28. Oktober) am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) festgenommen. Er sitzt seitdem in der JVA Moabit in Untersuchungshaft. Das bestätigte sein Rechtsanwalt Markus Haintz.
Der als scharfer Kritiker der Corona-Willkürmaßnahmen bekannte 48-Jährige Internist wurde von der Bundespolizei abgeführt, als er seine zehnjährige Tochter nach Berlin zurückbrachte. Der Haftbefehl wurde von der Justiz wegen Fluchtgefahr erlassen, da Brandenburg bereits längere Zeit im Ausland lebt.
Sein Anwalt kritisierte dies scharf und betonte, Brandenburg sei wegen seines Kindes regelmäßig in Berlin gewesen, was den Behörden bekannt war. Laut Rechtsanwalt Haintz wird dem Facharzt und Publizisten vorgeworfen, den Noch-Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), in sechs Fällen beleidigt zu haben. Konkret soll es sich um vier „einfache“ Beleidigungen (§ 185 StGB) handeln, bei denen Wegner persönlich Strafantrag gestellt habe. In zwei weiteren Fällen geht es um Verleumdung im Sinne der sogenannten Majestätsbeleidigung (§ 188 StGB).