Medienberichten zufolge steht eine Seniorenresidenz im sachsen-anhaltinischen Dessau unter dem Verdacht des Wahlbetrugs. Es soll zu sogenanntem betreuten Ankreuzen im Fall einer demenzkranken 95 Jahre alten Bewohnerin gekommen sein (der Deutschland-Kurier berichtete). Der Landesvorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, verlangt Konsequenzen seitens der Landeswahlleitung.
„Dass hier hilflose Senioren ausgenutzt werden, um Wahlergebnisse zu manipulieren, ist ein Skandal und macht mich zutiefst wütend“, erklärte Reichardt in Magdeburg. Es sei „erschütternd und zutiefst beschämend, wie hier das Vertrauen der Bürger in freie und ehrliche Wahlen mit Füßen getreten wird. Das ist ein absoluter Tiefpunkt für unsere Demokratie“, betonte der AfD-Politiker weiter.
Reichardt forderte die Landeswahlleitung auf, dem Dessauer Vorfall nachzugehen und darüber hinaus dafür Sorge zu tragen, dass sich „derartige Fälle von Wahlbetrug in Seniorenheimen Sachsen-Anhalts nicht wiederholen“. Der AfD-Landeschef unterstrich: „Gerade angesichts der demographischen Verhältnisse, die den geburtenstärkeren älteren Jahrgängen ein besonderes Gewicht verleihen, ist die selbstbestimmte Wahlentscheidung von Hochbetagten unbedingt sicherzustellen und möglichen kriminellen Polit-Aktivisten in Pflegeberufen ein Riegel vorzuschieben!“