Reaktionen auf Merz-Rede: „Der Kanzler wankt. Er spürt es. Und jeder kann es sehen!“

Reaktionen auf Merz-Rede: „Der Kanzler wankt. Er spürt es. Und jeder kann es sehen!“ 

Am 13. November 1989 erklärte Erich Mielke vor der DDR-Volkskammer: „Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen.“ Am 9.September 2026 sagte Friedrich Merz (CDU) vor dem Deutschen Bundestag: „Lassen Sie uns vergeben, wieder aufstehen, Zukunft gestalten für unser Land.“ Nun liegt uns nichts ferner, als den Bundeskanzler mit dem Ex-Stasi-Minister zu vergleichen. Aber beide Sätze sprechen die gleiche Sprache. Es ist die Sprache von Getriebenen, die spüren, dass ihr Lügengebäude zusammengebrochen, dass ihre Zeit abgelaufen ist. So sehen es auch viele Kommentatoren.

► Polit-Insider Ralf Schuler: „Ich bin fassungslos. Ich habe ja nun dutzende Male auf der Besuchertribüne gesessen. Ich habe so einen Untergang eines Kanzlers noch nicht gesehen. Er hat völlig die Kontrolle verloren. Das ist der Untergang von Friedrich Merz, was wir dort in Echtzeit erlebt haben. Das ist wirklich an Dramatik nicht zu überbieten. Es war die Rede eines Ertrinkenden, der sich alles Rhetorische gegriffen hat, was irgendwie noch im Stammhirn vorbeischwamm. Es war also wirklich verstörend.“

Merz ist am Ende – das ist auch der Tenor in anderen Medien!

► Die „Wirtschaftswoche“ analysiert: „Friedrich Merz im Bundestag: Der Kanzler wankt. Er spürt es. Und jeder kann es sehen.“

► Selbst die ARD-„Tagesschau“ beschreibt Merz als „angeschlagen, angefasst und angreifbar“. Obwohl er betone, dass Aufgeben keine Option sei, laufe im Hintergrund längst die Debatte, ob er noch der richtige Mann sei.

► „Der Kanzler am Tiefpunkt“, titelt die „Welt“ und führt weiter aus: „Friedrich Merz hat im zweiten Herbst seiner Kanzlerschaft keine Antwort auf die Frage, wofür Deutschland heute steht (…) Die SPD ist schwach wie nie. Aber der Kanzler ist allem Anschein nach noch schwächer.“

► Ähnlich sieht es die „RHEINISCHE POST“ aus Düsseldorf: „Die Kanzler-Rede war kein Befreiungsschlag für Friedrich Merz in eigener Sache. Der CDU-Vorsitzende vermag es nicht, ein eigenes neues Narrativ zu setzen (…) Um seine Partei hinter sich zu sammeln und in seiner Regierung klare Ansagen zu machen, braucht es mehr.“

► „BILD“ fasst zusammen: „Die Generaldebatte hat gezeigt: Der mantrahaft wiederholte Politiker-Satz ‚Ein ,Weiter so darf es nicht geben‘ ist nach wie vor heiße Luft. Die etablierten Parteien haben offensichtlich immer noch nicht verstanden: Mit AfD-Bashing holen sie keinen einzigen Wähler zurück.“

War es seine letzte Rede?

Während die Unions-Abgeordneten Merz bei seinen Anwürfen gegen die AfD lautstark und pflichtgemäß applaudierten, schüttelten die meisten hinterher nur den Kopf. „Das war’s dann wohl“, sagte ein CDU-Abgeordneter aus Rheinland-Pfalz.

„NiUS“-Chef Julian Reichelt: „Wir haben wirklich eine Kapitulationserklärung des Bundeskanzlers erlebt. Es hat mich erinnert an den Zwangsversteigerer in eigener Sache, der nach der Insolvenz noch vorliest, was man jetzt alles noch billig abzugeben hat. Friedrich Merz hat den Kontakt zur Realität vollständig verloren. Ukraine, Klimawandel, Waldbrände. Ich habe gedacht, Franziska Brandner spricht aus dem Körper von Friedrich Merz. Man glaubt das ja alles nicht mehr. Ich glaube, das war die letzte Rede. Und ich hatte das Gefühl, Friedrich Merz wusste das selber. Friedrich Merz war leer, Friedrich Merz war ausgebrannt. Friedrich Merz war vorbei. Und man hat ihm angemerkt, dass er das selber spürt.“

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