Gegen die geplante Ansiedlung des amerikanisch-israelischen Rüstungsunternehmens „Covenant“ bei Leipzig formiert sich parteiübergreifend massiver Widerstand. Ab 2027 sollen im Norden der Sachsen-Metropole massenweise Komponenten für den neuartigen Langstrecken-Marschflugkörper „Anthem“ mit 1.500 Kilometer Reichweite produziert werden. Die AfD warnt: Sachsen werde dadurch zur Zielscheibe im Krisenfall!
Bis zu 1.000 Mittelstrecken-Flugkörper will das US-israelische Startup „Covenant“ Medienberichten zufolge zunächst pro Jahr nahe Leipzig produzieren. Ziel ist es, bis zum Jahr 2028 eine jährliche Produktionsrate von 5.000 Einheiten zu erreichen. Darauf ist die Anlage dem Vernehmen nach auch maximal ausgelegt .
Einer der Investoren des Rüstungs-Startups ist der US-amerikanische Milliardär und Transhumanist Peter Thiel. Der in Deutschland geborene Tech-Apokalyptiker aus Los Angeles erhält am 24. September in Berlin den Axel Springer Award 2026, wie das im Konzert der Kriegstreiber fröhlich mitträllernde Medienhaus bekanntgab.
Ostdeutschland als Aufmarschgebiet
In der Region wächst die Sorge der Menschen, dass Ostdeutschland zu einer Waffenschmiede auch der Bundeswehr aufgerüstet wird. In Leipzig ist es bereits zu ersten Protesten gekommen. Im Netz startete eine Petition mit der Forderung „Aus der Stadt der Friedlichen Revolution darf keine Stadt der Waffen werden“.
Im Stadtrat und im Sächsischen Landtag formiert sich parteiübergreifender Widerstand. Die AfD kritisiert die Pläne für den Bau der Raketenfabrik scharf. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und Die Linke warnen davor, Ostdeutschland „zum Aufmarschgebiet“ zu machen.
Der sächsische Umweltminister und Leipziger OB-Kandidat Wolfram Günther von den „Grünen“ erklärte, dass eine Waffenproduktion „nicht die Zukunftsstrategie für diese Stadt“ sei und das industrielle Rückgrat Leipzigs nicht auf der Rüstungsindustrie aufgebaut werden dürfe.
AfD: Diese Fabrik gefährdet unsere Bürger!
Allen voran positioniert sich die Landes-AfD als strikte Gegnerin der geplanten Ansiedlung der amerikanisch-israelischen Rüstungsfirma. Der sächsische AfD-Landes- und Fraktionschef Jörg Urban befürchtet, dass Sachsen durch die Ansiedlung von strategischen Langstrecken-Waffenproduzenten in geopolitischen Krisen zu einem primären Angriffsziel werden könnte. „Eine solche Fabrik schützt die sächsischen Bürger nicht, sondern sie gefährdet sie aktiv, indem sie unsere Heimat im Krisenfall zu einem primären militärischen Angriffsziel macht“, warnt Urban.
Die AfD-Fraktion kündigte parlamentarische Anfragen für die kommenden Sitzungen im Sächsischen Landtag an. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gilt als vehementer Befürworter der Raketenfabrik.
Deutlich billiger als ein „Tomahawk“
Der Marschflugkörper „Anthem“ hat für Militärstrategen eine enorme Bedeutung, weil er das Konzept der weitreichenden Kriegsführung und Abschreckung in Europa radikal verändern soll. Das Fluggerät ist für Präzisionsschläge tief im gegnerischen Hinterland konzipiert und in der Herstellung erheblich billiger als der US-Marschflugkörper „Tomahawk“. Ein einzelner Flugkörper soll einen mittleren sechsstelligen Betrag kosten, also deutlich unter einer Million US-Dollar bzw. Euro. Der Stückpreis für einen modernen „Tomahawk“-Marschflugkörper wie den Block V liegt dagegen bei rund zwei Millionen US-Dollar – beim Export an internationale Partner sogar deutlich höher.