Der frühere Partei- und Fraktionschef der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, führt das Scheitern der Union an der Fünf-Prozent-Hürde im Nordosten unter anderem auf „mangelnde Empathie“ des Bundeskanzlers und CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz zurück.
„Das Wahlergebnis ist ein Desaster für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Ursache ist die Berliner Politik – die fortwährende Blockade der SPD und mangelnde Empathie des Bundeskanzlers“, sagte Rehberg dem Berliner „Tagesspiegel“. Der CDU-Politiker war von 2015 bis 2021 haushaltspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion.
Zuvor hatte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Berlin, Christian Gräff, den Rücktritt des Kanzlers mit den Worten „Merz muss weg“ gefordert.
Inzwischen sickerten in der Hauptstadt Details zum nächtlichen Geheimtreffen von CDU-Granden in der Berliner Landesvertretung von Rheinland-Pfalz durch. Laut Medienberichten waren sieben der acht Ministerpräsidenten sowie die Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg und Niedersachsen, Manuel Hagel und Sebastian Lechner, anwesend. Das Treffen habe fast zwei Stunden gedauert.
Zuvor hatte Merz um 17 Uhr das CDU-Präsidium zusammengetrommelt. Dabei soll es zu heftigen Wortgefechten mit dem Kanzler gekommen sein, berichtet der „Stern“.
Um 13.30 Uhr, so der Stand am Montagvormittag, wolle Merz zusammen mit dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, und dem CDU-Spitzenkandidaten für Berlin, Stefan Evers, vor die Presse treten.