Trittbrettfahrer-Partei BSW: Wagenknecht versucht, auf den AfD-Zug in Sachsen-Anhalt aufzuspringen

Laut einer INSA-Umfrage könnte dem BSW nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Schlüsselrolle zufallen, sollte Partei am 6. September knapp die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Parteigründerin Sahra Wagenknecht versucht, aus der Umfrage politisches Kapital für ihre Opportunisten-Sekte (s. Thüringen) zuschlagen und sich selbst bundespolitisch wieder ins Gespräch zu bringen.

Die Ex-BSW-Chefin schrieb auf der Plattform X: „Nur mit dem BSW kann es Mehrheiten für eine andere Politik im Parlament geben.“ Bei der Wahl des künftigen Ministerpräsidenten werde die Partei eine Schlüsselrolle spielen.

Eine Bestätigung von Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit Stimmen des BSW schloss Wagenknecht aus. Von einer Abwahl Schulzes erhofft sich Wagenknecht bundespolitische Folgen: Der Sturz der CDU-geführten Landesregierung könne die Kanzlerschaft von Friedrich Merz beenden. Auf X schrieb sie dazu: „Wer BSW wählt, kann Merz stürzen!“

Die jüngste INSA-Umfrage sieht die AfD mit 42 Prozent haushoch vor der CDU mit 22 Prozent. Es folgen Linke (13 Prozent), SPD (sechs Prozent) und BSW (fünf Prozent). „Grüne“ und FDP würden den Einzug in den Magdeburger Landtag laut INSA und zuletzt auch Civey verpassen.

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