Sechs Wochen vor der Schicksalswahl in Sachsen-Anhalt liegen bei den Altparteien die Nerven blank wie Kupferdraht. Grund: Die Chancen für den ersten AfD-Ministerpräsidenten in Deutschland steigen!
Am 6. September besteht immer mehr die Möglichkeit, dass es zu einer Alleinregierung der AfD in dem mitteldeutschen Bundesland kommen könnte. Dies deshalb, weil die SPD aus dem Landtag in Magdeburg zu fliegen droht.
Die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA lässt bei den Altparteien sämtliche Alarmglocken schrillen: Während CDU und Linke verglichen mit der letzten INSA-Umfrage von Anfang Juli zwar jeweils um einen Prozentpunkt zulegen, geht es aber für die SPD rasant nach unten. Mit mittlerweile nur noch fünf Prozent müssen die Genossen um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.
FDP und BSW verharren bei vier Prozent, wobei das BSW stärker schwankt als die FDP. Ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde ist theoretisch noch möglich.
Die AfD behauptet sich INSA zufolge stabil bei 41 Prozent. Sollten die SPD, aber auch das BSW nicht in den Landtag einziehen, wären im Landesparlament nur noch AfD, CDU und Linke vertreten. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hätte damit eine satte Mehrheit, um allein regieren zu können: 43 von 83 Sitzen!
Bei dieser Konstellation wäre zumindest sicher, dass es zu einer Regierungsbildung und nicht zu Stillstand kommt.