Zum Auftakt des zweitägigen AfD-Bundesparteitags in Erfurt hat Parteichefin Alice Weidel die AfD als die „neue Volkspartei“ bezeichnet und den Altparteien „ihr blaues Wunder“ vorhergesagt. Dank eines massiven Polizeiaufgebots konnte der Parteitag pünktlich um 10 Uhr beginnen.
Angesichts der hervorragenden Umfragewerte bekräftigte Weidel den Führungsanspruch der AfD: „Wir sind die neue Volkspartei in Deutschland“. Die AfD sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, „weil wir es, weil die Deutschen, weil Deutschland es verdient hat, gut regiert zu werden“.
Die AfD sei der „politische Taktangeber im Bund“, betonte die AfD-Bundessprecherin weiter. In vielen Bundesländern sei sie „stärkste Kraft oder zweitstärkste Kraft.“
Die AfD werde sich von der Ausgrenzung durch die anderen Parteien nicht irritieren lassen, so Weidel: „Wir werden unseren Weg gehen!“ Den „anderen“ sagte die AfD-Chefin voraus: „Sie werden ihr blaues Wunder erleben.“
Bald 100.000 Mitglieder
Die Parteichefin verwies darauf, dass die Zahl der AfD-Mitglieder binnen drei Jahren von 30.000 auf 75.000 rasant gestiegen sei. „Und ich bin überzeugt, dass wir bald und sehr schnell die 100.000 knacken werden“, unterstrich Weidel. Sie warf den Altparteien „Hass und Hetze“ gegen die AfD vor.
CDU macht Politik gegen Deutschland
Scharf kritisierte Weidel die Regierungsparteien: „Die CDU macht Politik gegen die Deutschen, gegen Deutschland, gegen die Interessen in unserem Land.“
Die SPD, diese „einst so stolze Arbeiterpartei“, werde nun „sang- und klanglos aus der deutschen Parteiengeschichte verschwinden“. Die SPD sei eine „Partei, die die Arbeiter und Arbeitnehmer verrät“.
Björn Höcke: „Wir sind auf der Siegerstraße“
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke rechnet fest mit einem Sieg von Ulrich Siegmund bei der Landtagswahl Anfang September in Sachsen-Anhalt: „Ich bin mir sicher, du bist der nächste Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt“, rief Höcke unter donnerndem Applaus dem AfD-Spitzenkandidaten zu und fügte hinzu: „Wir sind auf der Siegesstraße der Geschichte unterwegs.“ Die Brandmauer habe die AfD erst groß gemacht.