Gewinner und Verlierer der Woche

GEWINNER

„Posterboy der Rechten“ lautet noch eines der nettesten „Komplimente“ in den Mainstream-Medien über den österreichischen Aktivisten Martin Sellner (37). Der glücklich mit einer bildhübschen patriotischen US-Bloggerin verheiratete Familienvater (ein Sohn), Mitbegründer und Galionsfigur der Identitären Bewegung (IB) in seinem Heimatland, fühlt sich einem zutiefst konservativen und traditionellen Familienbild verpflichtet.

Der europäische Patriot, als den er sich selbst sieht, ist sozusagen der Spiritus Rector der Remigrations-Bewegung. Deshalb ist er auch einer der zentralen Akteure auf dem 2. Remigrations-Gipfel an diesem Wochenende im portugiesischen Porto. Schon als Jugendlicher schloss er sich, in Vorausahnung der sich damals bereits abzeichnenden Massenmigration nach Europa, der abendländischen Szene an.

Martin Sellner, streitbar und umstritten wie er ist, spricht unbequeme Wahrheiten aus, die so ganz und gar nicht zur woken Dekadenz passen wollen: Eine „kranke Ideologie der Gleichheit“ versuche, die Menschheit zu „vereinheitlichen“. Der Gender-Gaga führe zu „einem androgynen, formlosen, typenlosen Einheitsmenschen“; letztendlich gebe es dann „keine echten Männer und keine Frauen mehr“.

Für den europäischen Patrioten Sellner ist ein Volk gleichermaßen Abstammungsgemeinschaft wie Sprach- und Kulturgemeinschaft. Jeder einzelne Mensch stamme aus endlosen Ahnenketten ab, einer gewachsenen Sprach- und Kulturwelt unserer Vorfahren.

In den Artus-Sagen galten die „Ritter der Tafelrunde“ einst als Verteidiger des christlichen Abendlandes. Sie beschützten König Artus und seine Gefährten (Sir Lancelot, Parzival) und das christliche Britannien gegen äußere Bedrohungen.

Der Deutschland-Kurier meint: Auf ins letzte Gefecht, Ritter Martin!

VERLIERER

Auf dem FDP-Parteitag an diesem Wochenende in Berlin will sich Wolfgang Kubicki (74) zum Bundesvorsitzenden der sogenannten Liberalen wählen lassen. Man könnte auch sagen: sich zum Nachlassverwalter einer sterbenden Politsekte bestellen lassen.

Das „Nordlicht“ hat sich viel vorgenommen: Er wolle einen Teil der rund 800.000 zur AfD abgewanderten FDP-Wähler zurückgewinnen, sagte der frühere Bundestags-Vizepräsident der „Rheinischen Post“. Im woken Sender „ntv“ tönte Kubicki am Rande der Hybris, er halte ein Ende der Brandmauer zur AfD für eine „Selbstverständlichkeit“. Die FDP werde ihre Anträge in Parlamenten nicht davon abhängig machen, wer zustimme.

Der Schönheitsfehler an der Sache ist nur: Auf die FDP dürfte es absehbar nicht mehr ankommen. Zweidrittel der Deutschen glauben laut Forsa-Umfrage jedenfalls nicht an ein Bundestags-Comeback der Umfaller-Partei.

Auch Wolfgang Kubicki hat ein Glaubwürdigkeitsproblem: rechts blinken, links abbiegen! Schon vergessen? Er hat jeden Ampel-Irrsinn mitgetragen – Atomausstieg, Kriegstreiberei, Ökosteuern, Zensurgesetze (um nur einige Beispiele zu nennen).

CSU-Legende Franz Josef Strauß hat einmal gesagt: „Bei der FDP kann man sich auf eines verlassen – nämlich eine berechenbare Komponente, ihre Charakterlosigkeit.“

Der Deutschland-Kurier meint: Dem ist nichts hinzuzufügen!

Neueste Beiträge

Beliebteste Beiträge

Ähnliche Beiträge