Berlin-Kolumne von Gerd Meyer-Schultze
Der Abstieg der deutschen Hauptstadt zum „Kalkutta an der Spree“ zeigt sich nicht nur in den arabisierten und islamisierten Quartieren, sondern auch auf weltbekannten Einkaufsmeilen wie Ku-Damm und Friedrichstraße. Billigketten wie Woolworth, Action, Tedi und neuerdings Pepco schießen als Folge von Masseneinwanderung und Verarmung wie Pilze aus dem Boden, während Traditionskaufhäuser wie Galeria Kaufhof, Karstadt oder kleinere Fachgeschäfte in den Berliner Einkaufsvierteln schließen. Dafür boomen Billigketten. Und das nicht nur in Berlin.
Die Mittelschicht der besser verdienenden Bürger hierzulande wird immer schmaler. Die Working Poor und Bürgergeldbezieher – einheimische wie ausländische – beherrschen fast überall das Stadtbild. In Berlin ganz besonders: Schon fast jeder vierte „Berliner“ ist Ausländer.
Vor allem Woolworth ist auf Expansionskurs, und das nicht nur in Berlin. Aktuell plant die Kette das Filialnetz von 640 auf mehr als 1.000 Geschäfte deutschlandweit zu vergrößern. Auch Tedi, NKD, und neuerdings Pepco haben in Zeiten steigender Preise Hochkonjunktur. Letzterer ist ein neuer Player auf dem Markt In ihrem Heimatland Polen eröffnete die Pepco-Kette die erste Filiale bereits 2004. Mittlerweile ist der Discounter mit mehr als 3.300 Filialen in 18 europäischen Ländern vertreten. Jetzt auch in Deutschland.
Discounter profitieren vor allem von der wirtschaftlichen Not vieler Verbraucher – und das längstens nicht mehr nur bei Lebensmitteln. In immer mehr Branchen – vom Modehandel bis zu Haushaltswaren – verdrängen die Billigheimer die etablierte Geschäftswelt.
„Deutschland wird sich ändern…“
Den Rest besorgt eine autofahrerfeindliche Ideologie-Politik, die Kunden aus den Innenstädten vertreibt. Ist der kleine Fachhandel im Stadtviertel erst einmal weg, heißt es: They never come back – sie kehren nie zurück!
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sogar der Online-Handel Probleme hat, sich gegen die Billigketten durchzusetzen. Die Eleganz und der Glanz weltberühmter Konsumtempel wie KaDeWe oder Lafayette werden in Berlin mehr und mehr zu einer nostalgischen Erinnerung.
Wie sagte noch mal gleich die „Grüne“ Katrin Göring-Eckardt am Beginn der illegalen Masseneinwanderung vor gut zehn Jahren: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf.“ Mir kommt allerdings in diesem Zusammenhang noch ein anderes Zitat in den Sinn:
Der 2014 verstorbene große deutsche Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour hat das Asyl-und Migrationsproblem Europas einmal mit dem treffenden Satz beschrieben: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“