Nahost: Lage eskaliert erneut – US-Marine entert nach Beschuss iranischen Frachter

Zwei Tage vor dem Auslaufen einer zweiwöchigen ohnehin brüchigen Waffenruhe eskaliert die Lage im Nahen Osten wieder gefährlich: Das US-Militär hat Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über ein iranisches Schiff übernommen, das die Blockade der iranischen Häfen brechen wollte. Man habe den 270 Meter langen Frachter im Golf von Oman zum Anhalten aufgefordert. Nachdem dieser Aufforderung nicht gefolgt worden sei, habe man das Schiff gestoppt, indem das US-Kriegsschiff USS Spruance ein Loch in den Maschinenraum des Frachters geschossen habe, teilte Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social mit.

Wie das US-Regionalkommando Centcom ergänzend mitteilte, war das offenbar mit Chemikalien aus China beladene Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus. Das US-Kriegsschiff habe die Besatzung aufgefordert, den Maschinenraum zu räumen, und habe dann mit mehreren Schüssen den Schiffsantrieb außer Gefecht gesetzt.

Als Reaktion auf den Zwischenfall zogen die zuletzt gesunkenen Ölpreise auf den Weltmärkten sofort merklich an. Ob die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran in dieser Woche fortgesetzt werden, war zunächst unklar. Das Mullah-Regime in Teheran erklärte, für weitere Gespräche fehle es an einer Vertrauensbasis.

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