Bizarre Machtspiele erschüttern die CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt: Wie NIUS berichtet, erheben interne Kritiker schwere Vorwürfe gegen Fraktionschef Sven Schulze, der versucht haben soll, die Abgeordneten mit beispiellosem Druck auf Linie zu zwingen. Nach Plänen für einen kollektiven Auszug der Fraktion bei der anstehenden Ministerpräsidentenwahl im Dezember sickerten verfängliche Details aus einer vertraulichen Sitzung an die Öffentlichkeit. Schulze soll den Mandatsträgern eine vorbereitete eidesstattliche Versicherung vorgelegt haben, um sicherzustellen, dass niemand für den AfD-Kandidaten Tobias Rausch gestimmt habe. Wer die Unwahrheit angebe, hätte sich laut dem Papier zum Verzicht auf sein Landtagsmandat verpflichten müssen – ein Vorgehen, das Schulze selbst allerdings bestreitet.
Innerhalb der Magdeburger Unionsfraktion regt sich nun offener Aufstand gegen den umstrittenen Kurs der Führung. Interne Kritiker bezeichnen die Methoden des Fraktionschefs laut NIUS als völlig inakzeptabel und ziehen bittere Vergleiche mit den Zuständen in der ehemaligen DDR-Volkskammer.