Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt: SPD fordert „Machtwort“ von Merz

Einmal mehr zeigt sich, was die Altparteien vom freien Mandat und dem Wahlgeheimnis halten: Vor der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt Mitte Dezember erhöht die SPD den Druck auf die CDU. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Rasha Nasr (migrationspolitische Sprecherin) und Dirk Wiese (Erster Parlamentarischer Geschäftsführer) warnen die Union eindringlich davor, dem AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund ins Amt zu verhelfen.

Nasr forderte ein persönliches „Machtwort“ von CDU-Chef Friedrich Merz in Magdeburg und droht, eine Wahl von Ulrich Siegmund werde Folgen für die schwarz-rote Koalition haben. Wiese ermahnte die CDU, jegliche Zweifel an ihrer Haltung auszuräumen und sich Gesprächen über einen gemeinsamen Gegenkandidaten zu öffnen.

Da dürften beide Genossen bei Merz offene Türen einrennen, hatte dieser doch angekündigt, man werde die geheime (!) Wahl von Tobias Rausch (AfD) zum Landtagspräsidenten (mutmaßlich mit Stimmen auch aus der CDU) „aufklären“.

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