Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in seiner Rede zum Abschluss des zweitägigen Münchner CSU-Parteitages jede Festlegung vermieden, wann und wie er, die Union und die Koalition die Kandidatur für das Bundespräsidentenamt klären wollen.
In seiner gut 50-minütigen Rede rief Merz die Unions-Schwestern zu maximaler Geschlossenheit auf. CDU und CSU müssten „enger zusammenstehen denn je“. Die Union werde von „Extremisten“ von ganz rechts und von ganz links „bekämpft“.
Nicht mit einem Wort ging der Kanzler und CDU-Chef auf die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier ein. Er zeigte damit CSU-Chef Markus Söder die kalte Schulter, nachdem dieser am Vortag offiziell die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner vorgeschlagen hatte. Merz begrüßte die CSU-Politikerin zwar mit Küsschen-Gehabe links/rechts, ging in seiner Rede aber nicht auf Söders Vorstoß ein.