Bundesweit sind am Wochenende nach Gewerkschaftsangaben rund 175.000 Menschen gegen die Sozialpolitik der Bundesregierung auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ zogen Demonstrationszüge durch 15 Großstädte. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wertet dies als ein „deutliches Zeichen“. Es gehe um sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten.
In Essen kritiserte DGB-Chefin Yasmin Fahimi bei einer Kundegbung unter anderem die sogenannten Reformpläne der Bundesregierung bei Arbeitszeit und Rente und warnte vor Leistungskürzungen in den Sozialversicherungen.
Allein in Nürnberg zählte die Polizei zwischen 20.000 und 25.000 Demonstranten, in Essen waren es 12.000 Teilnehmer, in Frankfurt am Main 15.000. Rund 13.000 Menschen beteiligten sich in Hannover an den Protesten, 16.000 in Stuttgart. Auch in Berlin, Hamburg, Freiburg, Kiel, Rostock, Magdeburg, Leipzig, Erfurt und Saarbrücken gab es Kundgebungen mit Tausenden Teilnehmern.