Sanktions-Irrsinn: Traditionsreicher Pharmahersteller im Allgäu pleite – 280 Jobs weg!

166 Jahre bayerische Firmengeschichte am Standort Illertissen im Allgäu (Landkreis Neu-Ulm) sind zu Ende: Wegen der Russland Sanktionen hat R-Pharm Germany Insolvenz angemeldet. Die Unternehmensleitung macht für die Pleite direkt die diversen EU-Sanktionsmaßnahmen gegen Russland verantwortlich, in deren Folge Aufträge massiv eingebrochen und Kunden verlorengegangen seien. 280 Beschäftigte stehen jetzt auf der Straße, nachdem die monatelange Suche nach einem rettenden Investor gescheitert ist.

Der Standort im Allgäu gehörte seit 2014 zum russischen Pharmariesen R-Pharm, blickt aber auf eine traditionsreiche Firmengeschichte zurück. Die Fabrik im Allgäu wurde 1860 von dem schwäbischen Apotheker Heinrich Mack gegründet. Große Bekanntheit erlangte der Pharmahersteller durch das Produkt „Kaiser Borax“, das über Jahrzehnte als populärer Badezusatz und Hautpflegemittel vertrieben wurde. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf die industrielle Herstellung von Arzneimitteln.

Der von Heinrich Mack aufgebaute Produktionsstandort in Illertissen hatte zuletzt vor seiner Übernahme durch R-Pharm zum Pfizer-Konzern gehört.

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