Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will seinen Berliner Dienstsitz, den sogenannten Bendlerblock im Stadtteil Tiergarten, für geplante 412 Millionen Euro um rund 35.000 Quadratmeter erweitern. Es sollen mehr Büros, eine Kantine, zusätzliche Tiefgaragen und ein neuer Paradeplatz entstehen.
Das Vorhaben gilt als „top secret“. Laut „Bild“ durften sich nur Architekturbüros mit Sitz in Deutschland an der Ausschreibung beteiligen. Ausgeschlossen waren Firmen, die Mitarbeiter mit bestimmten doppelten Staatbürgerschaften beschäftigen. Die Liste sogenannter sicherheitskritischer Staaten umfasste insgesamt 26 Länder – darunter China, der Iran und Russland. Den Zuschlag für die Erweiterung des Bendlerblocks erhielt letztlich das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton.
Die teuren Erweiterungspläne auf Steuerzahlerkosten sehen nicht nur mehr Büros und Tiefgaragenplätze vor, sondern auch eine Neugestaltung des Paradeplatzes zwischen Staatsgästetreppe und Ehrenmal am Reichpietschufer entlang des Landwehrkanals. Mit einer Bruttogrundfläche von rund 78.000 Quadratmetern zählt die neue Großbaustelle zu den größten aktuellen Bundesbauprojekten in der Hauptstadt.