Elektro-„Scherbenhaufen“: Aktionäre rechnen mit Porsche-Führung ab

Auf der virtuellen Hauptversammlung der Stuttgarter Sportwagenschmiede Porsche ist es zum offenen Eklat gekommen. Aktionäre warfen Vorstand und Aufsichtsrat strategische Fehlentscheidungen vor. Die Kritik richtete sich vor allem gegen eine verfehlte Elektro-Strategie.

„Wir Aktionäre blicken heute auf Porsche und sehen einen Scherbenhaufen“, sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka. Ein Vertreter des Vermögensverwalters DWS beklagte, die einst florierende Sportwagenschmiede sei „auf dem Standstreifen“ liegengeblieben.

Konkret richtete sich der Unmut der Investoren auch gegen den Aufsichtsrat: Personalentscheidungen seien zu spät getroffen, Ex-Chef Oliver Blume zu lange in seiner überlastenden Doppelrolle bei VW und Porsche belassen worden. Die verfehlte Elektro-Strategie des Vorstands sei nicht ausreichend kontrolliert worden, hieß es weiter.

Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, man fühle sich an das Bild der drei Affen erinnert: „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Man müsste fast sagen, es fehlt der vierte Affe: nichts verstehen“.

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