Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Bundes-CDU sagt Klausur in Magdeburg ab – Merz offenbar unerwünscht

Entgegen ursprünglicher Planung will sich die Bundes-CDU Ende August nicht zu einer Präsidiumsklausur in Magdeburg treffen. Die Sitzung gut eine Woche vor der Landtagswahl am 6. September wurde abgesagt. Hintergrund sei der Wunsch von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), den Fokus auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zu legen.

Tatsächlich gab es in der Landes-CDU zunehmend Bedenken gegen die Klausur der Bundespartei. Angesichts der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) würde ein solches Treffen im Wahlkampf eher schaden als nützen, hieß es in Parteikreisen. Befürchtet wurden massive Bürgerproteste mit für die Schlussphase des Wahlkampfes katastrophalen Bildern.

Aus der CDU-Spitze verlautete, man habe „volles Verständnis“ dafür, dass für Sven Schulze im August die Schlussmobilisierung vorgehe. Merz werde Schulze aber im Wahlkampf unterstützen. Auch andere Unionspolitiker seien für Wahlkampftermine eingeplant. Viele in der Landes-CDU empfinden das inzwischen eher als Drohung.

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