Trotz bzw. wohl eher wegen der marktdirigistischen Eingriffe der Bundesregierung hat der Preis für ein Liter Diesel in Deutschland ein Allzeithoch erreicht. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Spritkrise nimmt die Diskussion über ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen an Fahrt auf.
Auch die Ökonomin Veronika Grimm („Wirtschaftsweise“/Uni Nürnberg) unterstützt entsprechende Forderungen des ökosozialistischen Komplexes. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung hält sie für verfehlt.
Fest steht: Die 12-Uhr-Regel für Spritpreiserhöhungen (1x täglich) ist bislang völlig verpufft, die Benzin- und Dieselpreise erreichen trotz nur moderat steigender Ölpreise immer neue astronomische Höhen.
„Ein kluges Signal“
Angesichts der stark gestiegenen Spritpreise ist Grimm offen für ein Tempolimit. „Das wäre kein Schaden – vielleicht sogar ein kluges Signal, damit die Menschen die Situation ernst nehmen“, sagte die Wirtschaftsweise der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf) .Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hält die bisherigen Maßnahmen für wenig wirksam und plädiert für noch mehr Ökosozialismus: „Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energie-Nachfrage sinkt.“ Sie verwies auf „Länder des globalen Südens“. Dort würden „einschneidende Maßnahmen umgesetzt wie Homeoffice-Pflicht und Einschränkung der Fahrzeugnutzung“, sagte sie. „Je mehr wir verbrauchen, desto schlimmer trifft es letztlich diese Länder“, betonte Grimm.
Öko-Lobby wittert Morgenluft
Auch „Grüne“, SPD und Umweltverbände fordern immer lauter ein generelles Tempolimit! Die linksgrüne Deutsche Umwelthilfe hat errechnet, dass man so angeblich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel jährlich einsparen könne.
„Grünen“-Chef Felix Banaszak sagte dem „Spiegel“: „Ein befristetes Tempolimit reduziert sofort den Spritverbrauch, dämpft so die Preise und hilft solidarisch und unkompliziert allen, die im Beruf auf das Auto angewiesen sind.“
Das tatsächliche ideologische Kampfziel lässt sich aus einer gemeinsamen Erklärung des einschlägigen NGO-Komplexes, darunter allseits bekannte Organisationen wie BUND, Greenpeace, Nabu und Campact, herauslesen: „Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen und explodierenden Energiepreise zeigen erneut, wie verwundbar ein fossil geprägtes System ist. Wer jetzt noch an Öl und Gas festhält, spielt mit der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität dieses Landes.“
Im Klartext: Verbrenner-Verbot und noch mehr Windrad-Monster!