Offener Brief: In der Bundes-SPD wächst der Widerstand gegen „Rot-„Grün“-Rot in Berlin

In der Bundes-SPD formiert sich partei-intern heftiger Widerstand gegen ein mögliches rot-„grün“-rotes Rathaus-Bündnis in der Hauptstadt: Hunderte SPD-Mitglieder, darunter prominente Bundes- und Landespolitiker, fordern in einem Offenen Brief mit dem Titel „Nicht um jeden Preis“ den Stopp der heute (2. November) beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der Berliner Linken.

Das Schreiben wurde bis Montag bereits von mehr als 1.000 Parteimitgliedern online unterzeichnet. Die Unterzeichner äußern „ernsthafte Zweifel“ daran, dass der Berliner Linken-Landesverband regierungsfähig sei. Zu den prominenten Gegnern der geplanten Linksblock-Koalition zählen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der frühere Parteichef Sigmar Gabriel, Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sowie die ehemaligen Bundesministerinnen Ulla Schmidt und Christine Lambrecht.

Die Initiatoren begründen ihre Ablehnung unter anderem mit antisemitischen und israelfeindlichen Tendenzen in den Reihen der Berliner Kommunisten sowie problematischen Kontakten von Linken-Politikern ins Milieu der organisierten Kriminalität.

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