Bundesweit sorgt eine neue Protestaktion („Das Letzte Hemd“) gegen die Verarmungspolitik von Bundesregierung und Altparteien für Wirbel. An zahlreichen Ortseingangsschildern flattern weiße T-Shirts mit entsprechender Aufschrift. In mehreren Bundesländern ermittelt bereits der sogenannte „Staatsschutz“.
Die Aktion hat ihren Ursprung in Schleswig-Holstein und breitet sich rasant in ganz Deutschland aus. Hinter der Kampagne soll laut Medienberichten maßgeblich die Gruppierung „Schleswig-Holstein steht auf“ stecken. Es soll zudem Verbindungen u.a. zum Netzwerk „Projekt M1llion“ geben, das am Wochenende im sächsischen Plauen unter dem Motto „Merz muss weg“ zehntausend Menschen auf die Straße gebracht hatte.
Die T-Shirts spielen auf das Sprichwort „jemandem das letzte Hemd nehmen“ an. Sie sollen Existenz- und Verarmungsängste in der Bevölkerung symbolisieren. Der Protest richtet sich zwar primär gegen die aktuelle Bundesregierung, die Inflation, hohe Energie- und Lebenshaltungskosten sowie die Migrationspolitik, zielt im Grunde aber auf alle etablierten Parteien ab.
Nachdem die Aktion im Norden gestartet war, sind die Hemden mittlerweile im gesamten Bundesgebiet aufgetaucht, unter anderem in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Westmittelfranken.
In mehreren Landkreisen hat der „Staatsschutz“ die Ermittlungen aufgenommen. Da das Anbringen von privaten Botschaften und Symbolen an amtlichen Verkehrszeichen laut Straßenverkehrsordnung verboten ist, lassen viele Bürgermeister und die Polizei die Hemden umgehend wieder entfernen.