Die AfD Sachsen-Anhalt hat offiziell ihren Wahlkampf zur Landtagswahl am 6. September eingeläutet. Bundessprecherin Alice Weidel schwor rund 3.000 Deutschland-Fähnchen schwenkende Anhänger in der Magdeburger Messe darauf ein, dass Spitzenkandidat Ulrich Siegmund der erste AfD-Ministerpräsident werde. Siegmund selbst feuerte seine Fans an: „Ihr seid Teil von Geschichte!“ Ziel der AfD seien „45 Prozent plus X“. In Umfragen kam die Partei zuletzt auf bis zu 42 Prozent.
„Alles ist möglich“: Unter diesem Motto hatte die AfD am Samstag (18. Juli) in die Messe Magdeburg geladen, um offiziell den Wahlkampf einzuläuten. Das Interesse war riesig: 3.000 Menschen hatten sich vorab zu der Veranstaltung angemeldet, bis zu 15.000 Menschen schauten nach Parteiangaben im Livestream zu.
Wahlziel von 45 Prozent
Noch 50 Tage bis zur Wahl: In seiner Rede schwor Spitzenkandidat Ulrich Siegmund die Landes-AfD auf einen offensiven Wahlkampf ein. Es war ein Signal des Aufbruchs und der Geschlossenheit.
„Das hier heute setzt neue Maßstäbe“, rief Siegmund gleich zu Beginn aus. Die „Vision 2026“ (AfD-Regierungsprogramm) sei Ausdruck eines wachsenden Selbstbewusstseins innerhalb der Partei.
Siegmund ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass es nicht nur um einen Wahlsieg, sondern um eine stabile Regierungsmehrheit gehe. „Keine 44, keine 43 Prozent – ich möchte stabil regieren“, rief er unter donnerndem Applaus aus. Es gebe eine „historische Chance“, die linksgrüne Politik der CDU im Land zu beenden – „alles ist möglich!“, knüpfte der Spitzenkandidat an das Motto an.
Bundessprecherin Alice Weidel betonte, die AfD wolle die Abkehr von der „extremistischen Politik der Altparteien“.
Parallele zur SED
Der AfD-Fraktionschef im Magdeburger Landtag, Oliver Kirchner, setzte die Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit der des früheren DDR-Machthabers Walter Ulbricht gleich. „Einen Unterschied in der Handlungsweise eines Friedrich Merz zu Walter Ulbricht kann ich jedenfalls nicht mehr erkennen“, sagte Kirchner mit Blick auf die CDU-„Brandmauer“.
Schon Stunden vor Beginn der Kundgebung hatten sich lange Schlangen vor dem Einlass gebildet.