Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat bei Caren Miosga mit Aussagen zum vorsätzlichen Bruch von Verkehrsregeln und zur historisch falschen Einordnung der Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) irritiert.
Am Rande des ARD-Talks am Sonntagabend (7. Juni) ging es um die Motorrad-Leidenschaft (Harley-Davidson) von Bullshit-Bas. Auf die Frage nach ihrem Verhalten als Bikerin sagte Bas, dass sie mit ihrer Harley bei Stau regelmäßig durch die Rettungsgasse fahre, damit die Maschine nicht überhitze. „Ich muss Fahrtwind haben“, sagte die Ministerin.
Auf den Einwand, dass dies eine Ordnungswidrigkeit sei, antwortete die SPD-Chefin: „Es liegt wirklich daran, dass die Maschine im Stau heiß wird und nicht alle haben eine Luftkühlung, und bevor eine Maschine anfängt zu brennen, sollte man gucken, dass man tatsächlich weiterkommen kann.“ Sie sei häufig ohne Begleitschutz unterwegs.
Verwirrend wirkte auch, was Bas zu den Hartz-Reformgesetzen der SPD während der rot-„grünen“ Schröder-Ära zum Besten gab. Den historischen Ablauf der sogenannten Agenda 2010 verlegte sie kurzerhand in die frühen 90er Jahre. Tatsächlich war Gerhard Schröder (SPD) aber erst 1998 zum Bundeskanzler gewählt worden. Die Umsetzung der Agenda 2010 startete 2003.