Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fallen auch im internationalen Vergleich verheerend aus: Kein anderer demokratisch gewählter Regierungschef stößt auf so viel Ablehnung wie der deutsche Kanzler. Das ergab eine Erhebung des US-Meinungsforschungsinstituts Morning Consult, die Anfang April durchgeführt wurde.
Demnach äußerten sich 76 Prozent der Befragten in Deutschland unzufrieden mit der Arbeit von Merz. Ein Wert, der sich weitgehend mit Befragungen deutscher Institute deckt. Forsa hatte zuletzt sogar 80 Prozent Unzufriedenheit mit Merz ermittelt.
Im internationalen Ranking liegt der Kanzler damit auf dem letzten Platz. Selbst Staats- und Regierungschefs mit ebenfalls hohen kritischen Bewertungen schneiden besser ab. So kommt der französische Präsident Emmanuel Macron auf 75 Prozent Ablehnung und liegt damit auf Platz 2 dicht hinter Merz.
US-Präsident Donald Trump erreicht laut Morning Consult 38 Prozent Zustimmung, während 57 Prozent seine Arbeit kritisch sehen – also deutlich weniger als bei Merz und Macron. Eine separate Erhebung des US-Magazins „The Economist“ bestätigt diesen Wert für Trump mit 37 Prozent Zustimmung und 56 Prozent Ablehnung.
Auch andere Regierungschefs liegen deutlich vor dem deutschen Kanzler. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kommt ebenfalls auf 38 Prozent Zustimmung wie Trump, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni erreicht 39 Prozent. In Argentinien bewerten 48 Prozent der Befragten die Arbeit von Präsident Javier Milei positiv, bei 49 Prozent Ablehnung.
An der Spitze des Rankings steht Indiens Premierminister Narendra Modi mit 70 Prozent Zustimmung. Dahinter folgen Südkoreas Präsident Lee Jae-myung mit 63 Prozent und Tschechiens Regierungschef Andrej Babiš mit 55 Prozent Zustimmung.
Als Gründe für die extrem hohe Unzufriedenheit mit Merz nennen die Befragten in Deutschland vor allem nicht eingelöste Wahlversprechen.