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Christian Lindner und sein Hauskauf – oder: Die vielen „Geschmäckles“ der Altparteien!

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gerät wegen seiner dubiosen Hausfinanzierung zunehmend unter Druck. Ein nicht ganz unbekanntes Altparteien-Phänomen: Der Verdacht steht im Raum, ähnlich wie zuvor schon bei einem Sparkassen-Kredit für die Villa des früheren Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), dass hier eine Hand die andere gewaschen haben könnte!

Vereinfacht und zusammenfassend darf man wohl konstatieren: Ein „Geschmäckle“, wie der Schwabe sagt, kommt im Altparteiensystem häufiger vor. Das fängt in der Spitze bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seiner undurchsichtigen Rolle im Hamburger Bankenskandal um millionenfache Steuerhinterziehung und illegale Aktiengeschäfte an und endet auf der unteren Ebene bei Leuten wie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor und seiner Lobby-Affäre. 

Von der Tochter des früheren CSU-Politikers Gerold Tandler, Andrea Tandler, die sich mit Hilfe offensichtlich erfolgreicher Vermittlungsbemühungen auch der CSU-Europaabgeordneten Monika Hohlmeier einen zweistelligen Millionenbetrag durch Maskendeals in die Tasche gewirtschaftet haben soll, wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden. 

Aktuell sorgt der FDP-Vorsitzende, Bundesfinanzminister Christian Lindner, für einschlägige Schlagzeilen. Es geht um seine Hausfinanzierung.

Für die Klatschpresse war es die „Traumhochzeit des Jahres“: Lindner heiratete im Juli auf der mittlerweile auch bei Punks beliebten Nordsee-Insel Sylt die Journalistin Franca Lehfeldt („Welt.TV“). Der Aufwand war gigantisch. Die Sicherheitsvorkehrungen waren es auch – und teuer obendrein. Wobei einstweilen offenbleibt, was und wieviel davon die Steuerzahler zu tragen haben.

Die einzige Großausgabe Lindners war es dem Vernehmen nach aber nicht: Der FDP-Chef habe im noblen Berliner Süden ein altes, aber teures Zweifamilienhaus (Baujahr 1937) gekauft, berichtete in dieser Woche das Hamburger Gerüchtemagazin „Spiegel“.

Wir wollen hier keine Neidkomplexe bedienen – ABER:

Lindner soll allein für den Kauf des Anwesens 1,65 Millionen Euro gezahlt haben – ohne Sanierungskosten. Der Kredit dafür soll von der privaten BBBank stammen. Soweit ist nichts, rein gar nichts, zu beanstanden.

Eine Hand wäscht die andere?

Bloß: Die Konditionen könnten pikante Fragen aufwerfen. Laut „Spiegel“ soll der Minister bei einer Jubiläumsveranstaltung desselben Kreditinstituts ein Grußwort gesprochen haben. Lindner soll zudem in der Vergangenheit in einem Werbefilm der Bank mit Sitz im badischen Karlsruhe aufgetreten sein. Und: Der FDP-Politiker habe bei der BBBank mehrmals gut bezahlte Vorträge gehalten.

Ein Schelm, der denkt, dass hier vielleicht ein Interessenskonflikt bestehen könnte. Die Antikorruptionsorganisation „Transparency International“ jedenfalls hat den Bundesfinanzminister aufgefordert, die Vorgänge rund um den Kauf seiner privaten Immobilie in Berlin offen zu legen.

Nach den vorliegenden Informationen habe die Verbindung zwischen Lindner und der finanzierenden BBBank „zumindest ein Geschmäckle“, sagt die Vizechefin von „Transparency Deutschland“, Margarete Bause mit Blick auf mögliche Vorzugskonditionen. Vor allem die Tatsache, dass die eingetragene Grundschuld (2,8 Mio. Euro) deutlich höher sei als der Kaufpreis der Immobilie, werfe „Fragen“ auf.

Sei’s drum. Wie wusste schon der berühmte römische Philosoph und Dichter Seneca (1 – 65 n. Chr.): „Manus manum lavat“ – eine Hand wäscht die andere! (oys)

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