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»Grüner« Vollpfosten der Woche: Robert Habeck

Es gibt Momente, da könnte man sogar mit Grünen-Chef Robert Habeck fast schon Mitleid haben. Zum Beispiel, als er sichtlich widerwillig der plappernden Hochstaplerin Annalena Baerbock den Vortritt als »Kanzlerkandidatin« lassen musste. »Schmerzhaft« sei das gewesen, eine »persönliche Niederlage«, weinte er sich hinterher im linksliberalen Trostblatt ›Zeit‹ aus. Tja, Robert, selber schuld. Wer als Mann zu den Grünen geht, ist halt von vornherein zweite Wahl.

Das hat ihn die Annalena, mit der er seit ein paar Jahren Spitzenduo-Traumpaar spielen musste, auch früher schon mit all ihrer Verwöhnte-Tochter-Arroganz spüren lassen. In dem Doppel-Interview etwa, in dem sie den gequält grinsenden Kollegen als kühemelkenden Schweinebauern hinstellte, während sie selbst doch »vom Völkerrecht« komme.

Das war freilich letzten November, noch bevor herauskam, dass sie eigentlich nur ein paar Semester bis zum Politologen-Vordiplom rumstudiert und sich dann für teure Studiengebühren einen Schmalspur-Abschluss von einer englischen Bezahl-Uni geholt hat. Kanzlerkandidatin und Expertin für alles Mögliche ist die Baerböckin bei den Grünen trotzdem immer noch.

Dabei hat Robert Habeck doch fest geglaubt, er wäre eigentlich der bessere Kandidat für den Posten. Immerhin war er ja schon mal Minister, wenn auch nur in Schleswig-Holstein. Außerdem hat er einen Dr. phil., und sogar Kinderbücher hat er schon geschrieben, während die Baerbock ihr »Promotionsvorhaben« vorsichtshalber wieder eingestellt hatte.

Kompetenter ist der Robert deshalb allerdings noch lange nicht. Die Pendlerpauschale hält er für eine Autofahrer-Subvention; dass sie eine – übrigens viel zu geringe – Steuerbefreiung für den Arbeitsweg ist und auch für Bahnfahrer gilt, muss er als Dienstwagenfahrer schließlich nicht wissen. Die Finanzaufsicht Bafin verwechselt er dafür gleich mehrfach mit dem Finanzamt, das die Verbuchung von Handwerkerrechnungen kontrolliert.

Dass er von Bankenregulierung, Finanzprodukten und Eigenkapitalregeln auch sonst keine Ahnung hat, bewies Habeck in einem Format mit dem bezeichnenden Titel ›Jung & naiv‹ – da musste ihm ein Jungwähler erklären, wie das eigentlich funktioniert (hier ab Minute 35). Und dass die Grünen eigentlich ja für die Freilassung von Julian Assange sind, fiel ihm selbst im Gespräch mit einem wohlgesonnenen Journalisten erst nach mehrfacher Nachfrage ein.

Macht aber alles nichts, denn Robert Habeck hat ja die korrekte linke Gesinnung. Benzin noch mal ordentlich teurer machen, da ist er dabei; Pendler und Handwerker interessieren ihn ja bekanntlich nicht so sehr, Planwirtschaft – »wir zwingen die Konzerne«, Autos nach unserem Geschmack zu bauen – dafür umso mehr. Mit dem Verbot von Inlandsflügen hat er auch kein Problem, obwohl es gar nichts bringt, wie er der Kollegin Baerbock doch noch unter die Nase reiben musste: Aber es ist halt ein so schönes »Symbol«. Und symbolpolitische Kahlschlagaktionen sind schließlich eine grüne Spezialität.

Hinter Habecks verwuschelter Fassade steckt halt immer noch ein radikaler Linker. Patriotismus und Vaterlandsliebe fand er schon vor einem Jahrzehnt »zum Kotzen« – »Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht«, schrieb er damals. Heute weiß er immerhin, dass er dieses Deutschland regieren oder wenigstens mitregieren möchte. Gerne auch mit den anderen Sozialisten, den Roten und Blutroten. Die SED-PDS-Linke müsste nur ihren Frieden mit der Nato machen.

Er selbst hat ja auch kein Problem damit, Waffen an die Ukraine zu liefern und im transatlantischen Interesse zu zündeln, Krisengebiet hin oder her. Kennt man ja schon von Rot-Grün, diese Heuchelei: Der Pazifismus hält nur bis zum Ministersessel. Und den will Robert Habeck unbedingt haben. Jedenfalls wenn die Deutschen tatsächlich so masochistisch sind, die Grünen in die nächste Bundesregierung zu wählen.

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