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Vollpfosten der Woche: Franz Josef Wagner

Über Franz Josef Wagner, den Postmann von »Bild«, auf dessen »Post« (Seite 2) schon lange keiner mehr wartet, heißt es in Kollegenkreisen: Der Franz brauche täglich mindestens zwei Flaschen Pinot Grigio, 12 Espressi und zwei Schachteln Gitanes, um sein Gestammel einigermaßen auf die Reihe zu kriegen – also Subjekt, Prädikat, Objekt.

»FJW« wird im August 78, geht mithin streng auf die Achtzig zu. In dieser Woche kam wohl beides zusammen: Demenz und Delirium tremens! Wie Wotan in die Wolken haute Wagner in die Tasten:

»Alle lieben Kretschmann. Ich auch. Er ist unser aller Großvater… Warum ist er so beliebt – unser grüner Opa? Als unser Opa jung war, gab es noch Forellen im Bach, gab es Bienen überall. Unser Opa hat das alles noch miterlebt, die Schönheit der Natur. Unser Opa ist ein Grüner geworden. Grün bedeutet mehr als eine Partei. Grün bedeutet, ein guter Mensch zu sein.«

Es ist schon eine Weile her, 30 Jahre oder so, da war Wagner mal Chefredakteur der »Super«-Zeitung. Die war nach der Wende ein bald darauf wieder eingestelltes Spalterblatt aus dem Burda-Verlag, eine Art unterirdische »Bild«-Zeitung nur für Ossis. Damals wurde in Bernau bei Berlin ein westdeutscher Glücksritter (Dieter B.) ermordet. Wagner titelte: »Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen – ganz Bernau ist glücklich, dass er tot ist.«

Die menschenverachtende Schlagzeile genießt unter Boulevard-Zynikern noch heute Kult-Status. Gerne würden wir in »Bild« diese Zeile lesen wollen: »Weil ihm nur noch Schwachsinn einfiel: Wagner erschlug sich mit Weinflasche – ganz Deutschland glücklich!«

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