Landtagswahl Baden-Württemberg: Für die neue Arbeiterpartei AfD läuft’s gut im Ländle!

In zwei Wochen wählt Baden-Württemberg. Der Landtagswahlkampf tritt in seine heiße Phase. Für die AfD läuft’s gut im Ländle, wie ein Stimmungsbericht der „FAZ“ aus Mannheim zeigt.

7,7 Millionen Menschen sind am 8.März im Südwesten aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Laut Umfragen steht die SPD in Baden-Württemberg bei desolaten acht bis zehn Prozent. Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier wird von fast allen Instituten mit Werten um die 20 Prozent gemessen.

Im Norden Mannheims leben noch immer viele Arbeiter. Vor der Wahl in zwei Wochen kämpfen die Sozialdemokraten hier verzweifelt um die Stimmen ihrer einstigen Stammwähler. Denn die neue Arbeiterpartei heißt AfD.

Selbst in Wahlkreisen wie dem Mannheimer Norden mit seinen Arbeiterquartieren in Sandhofen, Schönau oder Waldhof können die Genossen nicht mehr punkten. Fast immer errang die SPD hier das Direktmandat im Landtagswahlkreis Mannheim I. Bis 2016 – da holte es die AfD, als eines von zwei Erstmandaten überhaupt. „Ein Stich mitten ins Herz der Sozialdemokratie“, schreibt die „FAZ“.

„Du bist ok, aber die SPD kann man nicht mehr wählen“

Stefan Höß arbeitet „beim Benz“, wie man in Mannheim sagt. Jahrelang saß er für die SPD im Stadtrat. Inzwischen ist der gelernte Maschinenschlosser stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Daimler Truck. Er sagt: Viele Menschen würden mit der SPD nichts mehr anfangen können -„Du bist in Ordnung, aber deine Partei kann man nicht wählen“, kriege er oft zu hören.

Ein Sachbearbeiter kommt im „FAZ“-Report zu Wort: „Ich würde sagen, die AfD würde hier in der Belegschaft 30 Prozent bekommen. Es geht den meisten gar nicht um ihre Jobs, sondern eher darum, dass sie glauben, dass es im Land bei Rente, Gesundheit und Infrastruktur nicht vorwärtsgeht.“

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