Merkel-Hochamt in Stuttgart: Der heute (20.Februar) beginnende CDU-Parteitag in Stuttgart steht ganz im Zeichen der Masseneinwanderungskanzlerin. Der Jubel der noch immer vermerkelten Links-Union dürfte keine Grenzen kennen. Es ist eine unheimliche Sehnsucht, die Friedrich Merz noch älter aussehen lässt, als er mit seinen 70 Jahren ohnehin schon ist.
In der Stuttgarter Messe hat der 38. CDU-Bundesparteitag begonnen. Der zweitägige Kongress dürfte zu einem Hochamt für Ex-Kanzlerin Angela Merkel werden. Da weiß man zum Auftakt des Landtagswahljahres 2026, woran man bei der linksgrünen Union wirklich ist.
Erstmals seit 2019 nimmt Merkel wieder an einem Präsenzparteitag der CDU teil. Sie kommt auf Einladung des Bundesvorstandes als „Ehrengast“. Zuletzt blieb sie allen CDU-Parteitagen demonstrativ fern. Ihre Abwesenheit begründete Merkel mit ihrem „nachamtlichen Verständnis“, grundsätzlich nicht am tagesaktuellen Geschehen teilzunehmen. Das dürfte sich geändert haben. Es sagt einiges darüber aus, in welche Richtung sich die linksgrüne CDU bewegt.
Friedrich Merz, so der Eindruck vieler in der Union, verliert zunehmend an Rückhalt als Parteichef. Seine „Kanzler-Werte“ sind im Tiefkeller: Nicht einmal mehr ein Viertel der Deutschen ist mit seiner Performance zufrieden. Merz steht nach bereits einem Dreivierteljahr dort, wo sein krachend gescheiterter Amtsvorgänger Olaf Scholz (SPD) nach dreieinhalb Jahren aufgehört hat.
„Merkelianer“ wittern Morgenluft
Die „Merkelianer“ in der CDU machen hinter den Kulissen gegen ihren Intimfeind Friedrich Merz mobil. Das jüngste Gerücht: Merkel könnte auf Vorschlag der „Grünen“ 2027 als Bundespräsidentin auf die politische Bühne zurückkehren, was Merz kaum verhindern könnte und ihn endgültig in den Schatten stellen würde.
Die Ouvertüre für die Merkel-Nostalgieoper ist längst geschrieben: Bundesbildungsministerin Karin Prien, Vertraute des Kieler Zensur-Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) und bekennende „Antifa“-Sympathisantin, pries die Ex-Kanzlerin zur Einstimmung auf den Stuttgarter Parteitag schon mal in den höchsten Tönen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf) sagte Prien: „Ohne Angela Merkel ist die CDU nicht vollständig.“
Für Merz ist der Stuttgarter Parteitag der erste, seit er Kanzler ist. Die „Stunde der Wahrheit“ schlägt für ihn am Nachmittag bei der Wiederwahl zum CDU-Chef. Fast 90 Prozent waren es beim Parteitag vor zwei Jahren.
In den Reihen der Delegierten heißt es, man werde „ordentlich Dampf“ ablassen angesichts der von Merz gebrochenen Wahlversprechen (u.a. Schuldenorgien, Rente, Steuerpolitik, Migration). Verwiesen wird auf die Schlappe die Markus Söder jüngst beim CSU-Parteitag einstecken musste: magere 83,6 Prozent.