US-Medien: Angriff auf Iran schon am Wochenende möglich – USA verstärken Militärpräsenz am Persischen Golf

Alles scheint darauf hinzudeuten, dass es in Nahost zum großen Knall kommt. Laut US-Medienberichten könnte ein amerikanischer Angriff auf den Iran unmittelbar bevorstehen und schon am Wochenende erfolgen. Die letzte Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

Fakt ist: Die USA verstärken derzeit massiv ihre Truppenpräsenz in der Region. US-Präsident Donald Trump kündigte an, zusätzlich den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford gemeinsam mit drei Zerstörern an den Persischen Golf zu entsenden. Die USS Abraham Lincoln liegt bereits vor der Küste Omans. Wie die „New York Times“ berichtet, befinden sich insgesamt 13 Zerstörer in der Region oder sind dorthin unterwegs. Auf der Muwaffaq Salti Air Base in Jordanien sollen zudem rund 30 Kampfflugzeuge, neun Kampfdrohnen vom Typ MQ-9 Reaper sowie vier Maschinen für elektronische Kriegsführung stationiert sein, die Radar- und Kommunikationssysteme stören können.

Wie die Sender CNN und CBS übereinstimmend melden, wurde Trump von seinen Spitzenmilitärs darüber informiert, dass die US-Streitkräfte für einen möglichen Einsatz am Wochenende bereit stünden. Am Mittwoch habe es zudem eine Lagebesprechung zum Thema Iran im abhörsicheren  Situation Room des Weißen Hauses gegeben. Hierbei handelt es sich um ein ca. 460 Quadratmeter großes Nachrichten- und Konferenzzentrum im Untergeschoss des Westflügels. Es dient US-Präsidenten und dem Nationalen Sicherheitsrat (NSC) zur Überwachung globaler Krisen, Durchführung sicherer Kommunikation und zur Leitung militärischer Operationen.

Trump hat den Berichten zufolge im privaten Kreis sowohl Argumente für als auch gegen einen Militärschlag erörtert und Berater sowie enge Vertraute um Einschätzungen zur weiteren Vorgehensweise gebeten.

Mehrere Entwicklungen könnten den möglichen Zeitpunkt eines Angriffs beeinflussen. Die Olympischen Winterspiele, die traditionell als Moment internationaler Einigkeit gelten, gehen allerdings am Sonntag zu Ende. Ein wichtiger Faktor, der für einen Aufschub einer US-Militäroperation gegen den das Mullah-Regime sprechen könnte,  ist der gerade begonnene islamische Fastenmonat Ramadan. In diplomatischen Kreisen der US-Verbündeten im Nahen Osten hieß es, ein Angriff während des muslimischen Fastenmonats könnte als Zeichen mangelnden Respekts der USA gewertet werden.

Darüber hinaus hält Trump am kommenden Dienstag seine jährliche Rede zur Lage der Nation. Beratern zufolge dürfte dabei die innenpolitische Agenda des Präsidenten im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im Focus stehen. Ob Trump auch diesen Faktor in seine Überlegungen einbezieht, blieb zunächst offen.

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