Auch Österreich zählt zu den EU-Staaten, die seit 2022 erhebliche finanzielle und humanitäre Mittel für die Ukraine bereitgestellt haben. Nach Angaben des Außenministeriums in Wien beläuft sich das Gesamtvolumen der staatlichen Unterstützung seither auf mehr als 347 Millionen Euro. Laut Umfragen nimmt der Unmut in der Bevölkerung zu. Die FPÖ unter Herbert Kickl warnt vor unkontrollierter Ukraine-Hilfe.
Denn: Die Ukraine-Hilfe wird in Österreich weitgehend als exekutive Angelegenheit behandelt. Entscheidungen über Mittelvergabe, Zweckbindung und Verlängerung erfolgen im Ministerrat. Das österreichische Parlament (Nationalrat) darf diese Beschlüsse lediglich zur Kenntnis nehmen. Eine inhaltliche Debatte über den Zweck der Hilfsgelder, die Kontrolle vor Ort oder die Evaluierung der jüngsten Korruptionsskandale in der Ukraine findet praktisch nicht statt. Wer die Politik von Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisch hinterfragt, läuft auch in Österreich Gefahr, von den regierenden Systemparteien als „Russland-Sympathisant“ diffamiert zu werden.
Für die Alpenrepublik bedeutet dies, dass Steuergelder in ein System fließen, dessen interne Kontrolle praktisch kaum möglich ist. Die FPÖ macht genau diesen Punkt zum Kern ihrer Kritik: Solidarität dürfe nicht zu einem Freibrief für Zahlungen ohne parlamentarische Kontrolle und ohne Rechenschaftspflicht werden. Die Mehrheit der Österreicher steht den Ukraine-Hilfen zunehmend skeptisch gegenüber, wie aus aktuellen Umfragen hervorgeht.