Seit dem brutalen Mord an dem Zugbegleiter Serkan C. kursieren im Netz Behauptungen, bei dem Schaffner-Killer würde es sich nicht um einen „Griechen“ sondern um einen Syrer mit griechischem Pass handeln. Sein Name sei Mustafa A. Laut „Focus“ stammt der mutmaßliche Täter aus Thessaloniki.
Das Magazin will allerdings „aus sicherer Quelle“ erfahren haben, dass der Tatverdächtige ein in Thessaloniki geborener griechischer Staatsbürger sei, also die griechische Staatsbürgerschaft nicht im Zuge einer Einbürgerung erworben habe. Sollte diese Version zutreffen, würde das allerdings nichts an einer möglicherweise syrischen Abstammung des Schaffner-Killers ändern.
Der aus Rheinland-Pfalz stammende 36 Jahre alte Zugbegleiter war Anfang der Woche bei einer Fahrkartenkontrolle in einem Regionalexpress von dem Schwarzfahrer mit massiven Faustschlägen gegen den Kopf attackiert worden und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Unterdessen ist angesichts von jährlich rund 3.000 Angriffen auf Zugbegleiter die Diskussion um deren Sicherheit voll entbrannt. Der Betriebsratschef im DB-Regionalverkehr, Ralf Damde, forderte Bodycams für Schaffner. Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG schlug vor, Zugbegleiter mit einer Notrufknopf-Armbanduhr auszustatten, die Serkan C. allerdings wohl wenig genutzt hätte. Auch Pfefferspray für Schaffner wird verschiedentlich ins Gespräch gebracht.