US-Präsident Donald Trump hat Europa erneut scharf für seine Energie- und Migrationspolitik kritisiert. In einer Rede beim jährlichen „National Prayer Breakfast“ in Washington erklärte Trump wörtlich: „Europa zerstört sich selbst!“ Er geißelte den Windrad-Irrsinn und eine unkontrollierte Migration. Viele Länder auf dem alten Kontinent seien nicht mehr wiederzuerkennen. Die europäische Energiepolitik bezeichnete Trump als „lächerlich“.
Mehr als eine Stunde lang sprach der US-Präsident diese Woche im Washingtoner Hilton-Hotel über Gott und die Welt. Das „Nationale Gebetsfrühstück“, das 74. seiner Art, findet traditionell am ersten Donnerstag im Monat Februar statt. Es ist ein Forum für die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Elite der USA, bei dem sich zum gemeinsamen Gebet versammelt wird.
Trump glaubt, dass er „in den Himmel“ kommt
Da lag es nahe, dass Trump nicht nur über Politik, sondern auch über grundlegende metaphysische Fragen des Seins sprechen würde. Den US-Präsidenten hat nach eigenen Angaben in letzter Zeit oft die Frage beschäftigt, ob er „in den Himmel“ kommen werde. Zuletzt hatte Trump daran Zweifel geäußert. Doch beim „Nationalen Gebetsfrühstück“ erklärte er, seine Chancen würden inzwischen „gut“ stehen. „Ich denke wirklich, ich sollte es schaffen“, sagte der mächtigste Mann der Welt, schränkte aber selbstkritisch ein: „Ich meine, ich bin kein perfekter Kandidat…“ Aber er habe „verdammt viel Gutes für perfekte Menschen getan“. Der US-Präsident erinnerte in diesem Zusammenhang u.a. an seine Bemühungen um einen Waffenstillstand im Gaza-Krieg.
In seiner 77-minütigen Rede im Washington Hilton Hotel rühmte sich Trump, er habe „mehr für die Religion getan als jeder andere Präsident“. Seine Vorgänger im Weißen Haus hätten die Religion „im Stich gelassen“. „Ich verstehe nicht, wie ein gläubiger Mensch einen Demokraten wählen kann – wirklich nicht“, sagte Trump bei der überparteilichen Veranstaltung.
Rede an die wichtige Wählergruppe der Evangelikalen
Der US-Präsident reklamierte für sich, er habe Religion und Christentum wieder in den Mittelpunkt der amerikanischen Politik und Kultur gerückt. Er hob unter anderem seine Bemühungen hervor, das Gebet an Schulen zu fördern, erwähnte seine ablehnende Politik gegenüber dem woken Transgender-Irrsinn und verwies auf die Einrichtung eines Büros für Glaubensangelegenheiten im Weißen Haus. Der US-Präsident kündigte an, am 17. Mai eine Veranstaltung auf der National Mall abzuhalten, um „Amerika als eine Nation unter Gott neu zu weihen“.
Es war offensichtlich, dass Trump mit seiner Rede vor allem um Zustimmung bei einer rechtskonservativen Schlüsselwählergruppe der Republikaner, den evangelikalen Christen, werben wollte. Diese stellen in den USA mit gut einem Viertel der Bevölkerung eine einflussreiche, wahlentscheidende Gruppe. Der Einfluss der Evangelikalen reicht bis in hohe Regierungskreise.
Daran dürfte Trump gedacht haben, als er weiter sagte: „Manche hochrangige Politiker weigern sich, das Wort Gott auszusprechen. Sie wollen es nicht sagen. Ich sage es. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Religion unter meiner Führung wieder an Bedeutung gewinnt. Sie gewinnt so stark an Bedeutung. Die Kirchen füllen sich. Das gab es vor zwei Jahren noch nicht.“