Agrarkrise: Strauß-Tochter Monika Hohlmeier versagt auch als BayWa-Aufsichtsrätin! – Rücktritt!

Beim Münchner Krisenkonzern BayWa müssen nach mehreren Spitzenmanagern auch drei Aufsichtsräte dem Druck von Eigentümern und Aktionären weichen. Prominentester Name unter den scheidenden Unternehmenskontrolleuren ist die CSU-Politikerin Monika Hohlmeier, Tochter von CSU-Legende Franz Josef Strauß. Die CSU-Europaabgeordnete verlässt das Gremium zum 31. März wegen offenkundigen Versagens.

Die BayWa AG ist ein großes Handels- und Dienstleistungsunternehmen, das in den Bereichen Agrar, Baustoffe, Energie und Technik tätig ist. Als einstiges genossenschaftliches Unternehmen agiert es als Bindeglied für Landwirte, Handwerker und Kommunen. 2024 geriet der Konzern mit mehr als fünf Milliarden Euro Schulden in eine schwere Finanzkrise und gilt seither als Sanierungsfall. Hohlmeier gehörte dem Aufsichtsrat zu dieser Zeit bereits an. Zuletzt wurde die Kritik von Aktionären am Versagen auch der Kontrolleure immer lauter.

Derzeit laufen zudem Ermittlungen der Finanzaufsicht Bafin und der Staatsanwaltschaft München. Es geht um den Verdacht, dass die früheren Manager die finanzielle Lage der BayWa mit frisierten Zahlen geschönt haben – was dem Aufsichtsrat eigentlich hätte auffallen müssen. Doch während der Vorstand mittlerweile „runderneuert“ sei, würden die Kontrolleure auf ihren Stühlen sitzen „wie mit Pattex festgeklebt“, monierte Daniela Bergdolt von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Nun muss – längst überfällig – auch Hohlmeier gehen.

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