Die AfD-Gesundheitspolitikerin Christina Baum hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, die Corona-kritische Hausärztin Bianca Witzschel umgehend zu rehabilitieren. Laut einer Pressemitteilung des Vereins „Ärzte stehen auf“ droht der Medizinerin aus Sachsen die erneute Inhaftierung.
Hintergrund: Dr. Witzschel war im Sommer 2024 vom Landgericht Dresden wegen Ausstellung angeblich unrichtiger Gesundheitszeugnisse zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Sie erhielt außerdem ein dreijähriges Berufsverbot. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Witzschel in den Corona-Jahren 2021/2022 angeblich ohne medizinische Untersuchung mehr als 1.000 Atteste ausgestellt hatte. Diese sollten unter anderem von der Maskenpflicht befreien oder eine Impfunfähigkeit bescheinigen.
Christina Baum, die für die AfD im Bundestags-Gesundheitsausschuss sitzt, reagierte empört auf die Nachricht, dass die sächsische Ärztin erneut in Haft soll: „Frau Witzschel wurde verfolgt, verurteilt, ins Gefängnis gesperrt, entlassen, und nun erneut zum Haftantritt aufgefordert. Sie soll wieder ins Gefängnis – für 498 Tage. Und das nur, weil sie ihr Recht auf individuelle Therapiefreiheit anwendete und ihre Patienten nach bestem Wissen und Gewissen behandelte.“
Christina Baum betonte: Dr. Witzschel habe genau das getan, was ihr von Bundesgesundheitsministerin Warken erst vor zwei Wochen in der Antwort auf Kritik des US-Gesundheitsministers zugestanden wurde – sie habe für sich in Anspruch genommen, dass in Deutschland die von Warken behauptete verfassungsrechtlich geschützte ärztliche Therapiefreiheit gelte.
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte kritisiert: „Wenn ein Staat beginnt, Ärzte dafür zu kriminalisieren, dass sie ihre Patienten beraten, überschreitet er eine Grenze, die freie Gesellschaften seit jeher als unantastbar betrachten.“