Zumindest dies ist sicher: Der „Russe“ war’s nicht! Zu dem Anschlag auf die Versorgungsinfrastruktur im Berliner Südwesten mit großflächigem Stromausfall hat sich die linksextremistische „Vulkan-Gruppe” bekannt. Laut Ermittlern deutet alles auf die Täterschaft dieser öko-terroristischen Zelle hin. Der Sabotageakt legte die Energieversorgung von bis zu 45.000 Haushalten und 2.200 Betrieben in Wannsee, Nikolassee, Schlachtensee, Steglitz-Zehlendorf und Lichterfelde lahm.
Fest steht: Der ursächliche Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal in Berlin-Teltow, der am Samstag (3. Januar) mehrere Hochspannungskabel beschädigte und so eine Kaskade von Netzabschaltungen auslöste, wurde durch gezielte Brandstiftung ausgelöst. Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt. Frühestens am Donnerstag (8.Januar) können tausende Haushalte wieder auf Strom hoffen.
„Apocalypse Now“ im Südwesten der deutschen Hauptstadt: Dunkle Häuser, keine Straßenbeleuchtung, tote Ampeln, geschlossene Läden, Restaurants und Tankstellen dicht. Dazu Eiseskälte und dichtes Schneetreiben. Die Polizei ist mit Hunderten Kräften in den vom Blackout betroffenen Gebieten im Einsatz. Die vergangene Nacht erinnerte an einen dystopischen postnuklearen Zukunftsschocker.
Heute Berlin – morgen vielleicht Hamburg, Köln oder München? Man fragt sich immer öfter, ob Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalämter (LKA) vor lauter politisch verordneter Russen-Panik und dem „der Feind steht rechts“-Getrommel auf dem linken Auge blind geworden sind?
Wer ist die „Vulkan-Gruppe“?
Wie der RBB berichtete, ist ein Schreiben der anarchistischen „Vulkan-Gruppe“ aufgetaucht, die sich zu dem Brand in der Nähe eines Kraftwerks bekennt. Es werden Details zum Brandgeschehen genannt, was laut Ermittlern für die Echtheit des Bekennerschreibens spricht.
Laut „Bild“ hat diese öko-terroristische Zelle erstmals 2011 technische Infrastruktur sabotiert. Sieben Jahre später bekannte sie sich zu einem Angriff auf Kabelverbindungen im Bezirk Charlottenburg. Tausende Haushalte waren damals stundenlang ohne Strom. 2019 attackierten sie Kabel der S- und Fernbahn in Karlshorst.
Zuletzt sorgte die Gruppe im Frühjahr 2024 für Schlagzeilen, als sie einen Brandanschlag auf die Stromversorgung von Tesla im brandenburgischen Grünheide verübte. In einem Bekennerschreiben hieß es: „Wir haben heute Tesla sabotiert.“
In den Verfassungsschutzberichten Berlin/Brandenburg taucht die Zelle, die vorzugsweise die linksradikale Internetseite Indymedia.org. benutzt, regelmäßig auf.
„Vulkan-Gruppe“ heißen die Öko-Terroristen, weil sie sich häufig auf isländische Vulkane beziehen, auf „Grimsvötn“, „Katla“ oder den „Ok“.
Ein einziges Armutszeugnis: Obwohl die Öko-Terroristen seit Jahren ihr Unwesen treiben, heißt es in Kreisen der Sicherheitsbehörden, man wisse nicht, wer genau dahinterstecke und wie groß die Gruppe sei.
Klar ist nur, dass die Täter äußerst professionell vorgehen: Sie wissen, wie sie mit geringem Aufwand hohen Schaden verursachen, wenn sie Kabelschächte, Bahntrassen, Funkmasten oder Datenleitungen sabotieren. Eines haben sie bereits bewiesen: Wie verwundbar die urbane Mobilitäts- und Kommunikationsinfrastruktur ist!
Da muss nicht erst „der Russe“ kommen, Herr Bundesverteidigungsminister Pistorius!