Zwei Jahre nach Inkrafttreten des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) am 1. November 2024 ist die Zahl der behördlichen Geschlechtseintragsänderungen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes und aktuellen Daten aus den Bundesländern hat der anfänglich starke Ansturm auf die Standesämter spürbar nachgelassen.
Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 ließen in Deutschland rund 4.620 Menschen ihren Eintrag ändern. Zum Vergleich: In den ersten zwei Monaten nach Gesetzesstart Ende 2024 waren es 10.589 Änderungen, im gesamten Jahr 2025 lag die Zahl bei 15.688.
Sowohl bundesweit als auch regional überwiegen statistisch die Wechsel von weiblich zu männlich (ca. 42 Prozent aller erfassten Fälle im Jahr 2025), gefolgt von männlich zu weiblich (ca. 27 Prozent).
Der Rückgang dürfte allerdings kaum ein Zeichen dafür sei, dass der seinerzeitige Ampel-Irrsinn nicht mehr angenommen wird. Vielmehr scheint es so zu sein, dass sich der „Markt“ nach dem ersten Ansturm quasi „normalisiert“ hat.